Betreuungsverfügung

erstellt am: 01.09.2012 | von: Marion Wickermann | Kategorie(n): Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament ...

Mit einer Betreuungsverfügung können Sie selbst eine Vertrauensperson als Betreuer bestimmen. Mit dieser halten Sie fest, wen Sie als gesetzlichen Betreuer vorschlagen oder auch, wen Sie auf jeden Fall ablehnen. Außerdem können Sie festlegen, welche Wünsche und Gewohnheiten der Betreuer zu respektieren hat und wo Sie später wohnen möchten. Ein Betreuer ist immer nur für Dinge zuständig, bei denen die Betreuung wirklich notwendig ist. Dinge, die Sie noch eigenständig regeln können, liegen nicht in seinem Tätigkeitsgebiet.

Sie können z.B. mit der Betreuungsverfügung regeln, wer Ihre Vermögensangelegenheiten für Sie erledigt oder auch ob der bisherige Lebensstandard beibehalten werden soll, bis das Vermögen aufgebraucht ist. Auch, was mit evtl. vorhandenen Immobilien passieren soll, kann bestimmt werden. In Bezug auf die Vermögensangelegenheiten sollten Sie sich bei Ihrer Hausbank erkundigen, welche Vollmacht dort erwünscht ist. Banken und Sparkassen möchten in der Regel eine Vollmacht auf eigenem Formular und aktzeptieren oft keine allgemeine Vollmacht.

Dort kann auch verfügt sein, daß z.B. die Geburtstagsgeschenke und Weihnachtsgeschenke in bestimmter Höhe versendet werden sollen.

Und letztendlich können dort auch die Wünsche für die Bestattung niedergeschrieben werden, so daß die Angehörigen im Falle ihres Todes genau wissen, was Sie sich gewünscht haben.

Als Versicherungsmaklerin sei mir hier der Hinweis gestattet, daß wenn Sie über mich eine Bestattungsversicherung abschließen, Sie entsprechende Formulare gestellt bekommen. Wenn es Ihr Wunsch ist, helfe ich Ihnen auch, diese auszufüllen.

Welche Auswirkungen hat denn eine Betreuung auf meine Geschäftsfähigkeit?

Keine. Die Bestellung eines Betreuers ist keine Entrechtung. Es bedeutet nicht, daß Sie geschäftsunfähig sind. Es geht um die Frage: Kann ich die Bedeutung und die Tragweite meiner Entscheidungen einsehen und mein Handeln danach ausrichten? Wenn diese Einsicht nicht mehr vorhanden ist, sind Sie – unabhängig von der Bestellung eines Betreuers – geschäftsunfähig (§104 Nr. 2 BGB).

Ein Gericht kann für einzelne Bereiche des täglichen Lebens einen Einwilligungsvorbehalt anordnen. In dem Fall gibt es eine Beschränkung im Rechtsverkehr und die Zustimmung des Betreuers ist erforderlich. Kleinere geringfügige Geschäfte des täglichen Lebens sind davon ausgenommen. Ein Einwilligungsvorbehalt wird angeordnet, wenn erhebliche Gefahr besteht, dass Sie sich selbst schäden oder ihren Besitz.

Solange Sie geschäftsfähig sind, können Sie z.B. auch heiraten – ohne dazu die Zustimmung ihres Betreuers zu benötigen. Dafür gibt es keinen Einwilligungsvorbehalt.

So eine Betreuung darf nicht länger dauern als notwendig. Wenn die Voraussetzungen wegfallen, ist die Betreuung wieder aufzuheben. Sowohl der Betreuer als auch der Betreute kann jederzeit mit dem Gericht in Kontakt treten, um eine Aufhebung der Betreuung zu erreichen. Wenn die Betreuung länger andauert, ist sie spätestens nach 5 Jahren zu prüfen.

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