Erben und Schenken

erstellt am: 12.10.2015 | von: Marion Wickermann | Kategorie(n): Informationen rund um das Thema Tod und Trauer |

Wer etwas vererbt bekommt, freut sich. Wer etwas zu vererben hat, macht sich Gedanken darüber, an wen er etwas vererbt!

Innerhalb der Freibeträge kann man auch Gelder verschenken und diese Beiträge bleiben Erbschafts- und Schenkungssteuerfrei.

Im Jahre 2009 hat sich eine Änderung bei der Erbschaft-/Schenkungssteuer ergeben. Folgende Summen gelten aktuell: Ehegatten 500.000 Euro Freibetrag (seit 2011 auch eingetragene Lebenspartner), Kinder, Stiefkinder 400.000 Euro, Engel 200.00 Euro, Eltern und Großeltern 100.000 Euro und andere 20.000 Euro. Nutzen kann man diese Freibeträge alle 10 Jahre wieder.

Lebt man eine Partnerschaft, ist aber weder verheiratet noch ist der Lebenspartner eingetragen, dann gilt für diesen Partner der Freibetrag von 20.000,00 Euro und da kann es schon mal schnell eng werden. Durch die Schenkung einer Versicherung statt einer Geldschenkung können erhebliche Steuervorteile genutzt werden. Im besten Fall schenkt man den Ertragsanteil, der besteuert werden wird, direkt mit. Insgesamt gesehen bringt das eine deutliche Reduzierung bzw. Befreiung von der Erbschaftssteuer. Natürlich bin ich kein Steuerberater, so daß eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen, einem Steuerberater und mir in so einer Konstellation sicher Sinn machen würde.

Das Bundesministerium der Finanzen hat bestimmt, wie die Renten besteuert werden, wenn sie verschenkt werden. Die Berechnung des Kapitalwertes für Erbschaftssteuer ist die Jahresrente mal Vervielfältiger.

Das kann so aussehen (Beispiel):

785.000 Euro sind zu verschenken vom Vater an den Sohn. Entweder er überträgt zu Lebzeiten oder vererbt es.

400.000 Euro Freibetrag und 385.000 Euro die versteuert werden, d.h.  57.750 Euro gehen davon an das Finanzamt.

Vielleicht wäre diese Alternative auch interessant für den Vater. Der Vater – 70 Jahre alt – packt 785.000 Euro in eine sofortbeginnende Rente (z.B. in den Tarif SR der Württembergischen Versicherung). Zusammen mit dem Freibetrag haben sich der Vater und sein Sohn die Besteuerung von den 385.000,00 Euro legal gespart. Warum und weshalb das so ist, wird Ihnen ein pfiffiger Steuerberater sicher genau erklären können. Die Jahresrente von 40.742,40 Euro aus der sofort beginnenden Rentenversicherung der Württembergischen Versicherung mal dem Vervielfältiger zusammen mit dem Freibetrag gibt in diesem Fall meines Wissens 0 Euro für das Finanzamt.

Diese sofortbeginnende Rente bekommt der Sohn so lange sein Vater lebt. Doch was passiert mit der Sofortrente, wenn der Vater verstirbt? werden Sie jetzt fragen. Die Württembergische Versicherung bietet Ihnen bei dieser Art Rentenversicherung 2 Varianten zur Auswahl. Entweder Sie wählen eine lange Garantiezeitzeit und die kann bei einem 67jährigen Menschen bei der Württembergischen Versicherung immerhin noch 24 Jahre lang sein oder Sie wählen die Beitragsrückgewähr bei Tod.

Zu bedenken ist evtl. auch noch die steuerliche Situation beim Sohn, denn die Rente ist ja eine Einnahme. Da jedoch der Ertragsanteil beim Vater bei 15 % liegt und quasi mitverschenkt wird, liegt dieser beim Sohn auch nur bei 15 %. So spart der Sohn sogar doppelt.

Ein interessantes Beispiel, nicht wahr? Natürlich bin ich Versicherungsmaklerin und verkaufe gerne Versicherungen werden Sie jetzt sagen. Stimmt, aber bei dieser Variante profitieren Sie als Kunde genauso!

Württembergische Versicherung – Der Fels in der Brandung

 

 

Testament – wichtig und gar nicht so einfach

erstellt am: 07.07.2015 | von: Marion Wickermann | Kategorie(n): Informationen rund um das Thema Tod und Trauer |

Vorsorgeberatung = Versicherungsmaklerin Marion Wickermann

Vorsorgeberatung = Versicherungsmaklerin Marion Wickermann

Wer sollte ein Testament machen? Ist ein Testament sinnvoll? Diese Fragen zu einem Testament muß jeder für sich selbst entscheiden und im besten Fall sollte etwas zum Vererben da sein … grins.

Bei uns in Deutschland ist fast alles irgendwie geregelt. So auch die Sache mit dem Vererben. Wenn ich kein Testament habe, sagt das BGB, wer erben soll. Nehmen wir z.B. eine Familie mit 3 Kindern. Ohne Regelungen gilt dort die Zugewinngemeinschaft. Bei Tod des einen bekommt der Ehepartner die eine Hälfte und die andere Hälfte wird auf die 3 Kinder aufgeteilt. Das sind alles die Erben 1. Ordnung.

Die Eltern sowie die Geschwister sind Erben 2. Ordnung und bekommen nur etwas ab, wenn ich keine Erben 1. Ordnung habe.

Gerade für nichtverheiratete Paare ist ein Testament meiner Meinung nach wichtig, denn der Lebenspartner geht leer aus, wenn kein Testament vorliegt.

Und für nichtverheiratete Paare mit Kind gilt, das Kind der verstorbenen Person erbt alles. Allerdings wird der Lebenspartner das Vermögen für das Kind verwalten und hat so also quasi trotzdem Zugriff auf das Geld. Wenn man das nicht will, sollte ein Verwalter für das Vermögen des Kindes eingesetzt werden.

Aber auch bei verheirateten Paaren ohne Kinder kann es zu Schwierigkeiten kommen, denn bei Tod des Sohnes zum Beispiel erben die Eltern und die Schwiegertochter jeweils die Hälfte. Normal ist es sinnvoll, in diesem Fall ein Testament zu verfassen und ganz deutlich zu schreiben, was man will.

Für die Erbeinsetzung ist es gut, die Personen mit Namen und Nachnamen und Geburtsdatum zu benennen und dann kommt die Schwierigkeit, das Vermögen aufzuteilen. Empfohlen wird oft von unterschiedlichen Quellen, man sollte sein Vermögen zu gleichen Teilen vererben. Es kann aber zum Streit kommen, wenn allen von allen Gegenständen ein Prozentsatz gehört. Man könnte auch das Vermögen konkret zuordnen. Z.B. mein Haus soll der eine bekommen und mein Geldguthaben soll der andere bekommen. Hier ist evtl. die Schwierigkeit, daß die Dinge, die ich vererbt habe, in einigen Jahren evtl. an Wert verloren haben und die Erbteile dann nicht mehr gerecht verteilt sind. Also sollte man in diesem Falle sein Testament regelmäßig auf Gültigkeit und Gerechtigkeit überprüfen.

Zusätzlich zum Vererben, kann man auch Personen ein Vermächtnis zukommen lassen, die sonst nichts bekommen würden. Ein Vermächtnis ist es also, wenn Sie Personen etwas nach ihrem Tod zukommen lassen möchten, die nie Erben geworden wären. Beispiele dafür wären eine Freundin oder eine hilfsbereite Nachbarin.

Mit dem sogenannten Berliner Testament setzen sich Eheleute gegenseitig zum Alleinerben ein und erst wenn die letzte Person von den Eheleuten gestorben ist, bekommen die Kinder das restliche Erbe.  Wenn da ein Problem zu erwarten ist, dann sind das Pflichtteilsforderungen der Kinder. Der Pflichtteil ist so hoch, wie die Hälfte von dem, was sie nach dem Gesetz bekommen hätten. Ein Pflichtteil geht immer nur in Geld. Wenn man einen Pflichtteil erbt, ist das nie ein Teil vom Haus, Schmuck o.ä., sondern immer nur Geld. Die Auszahlung des Pflichtteils kann daher zu Liquiditätsproblemen des Lebenspartners führen. Man sollte daran denken, daß genug Geld vorhanden ist, um evtl. Pflichtteilsansprüche zu befriedigen. Um das zu gewährleisten sind Versicherungen die beste Wahl. Als Pflichtteilsberechtigte kommen nur Ehegatten, Kinder und Eltern in Frage.

Jeder kann sein Erbe reduzieren durch Lebens- oder Renten- oder Pflegerentenversicherungen. Das Geld, was von einer Versicherung kommt, zählt nicht zum Erbe!!! Damit kann ich also verhindern, daß irgendeine Pflichtteilsfinanzierung meinen Partner schädigt. Mit einer Versicherung kann ich supergut mein Erbe minimieren und so gestalten, daß nämlich die von mir gewünschte begünstigte Person das Kapital bekommt und schon ist die Gefahr, daß ein Pflichtteil gefordert werden kann um die Auszahlungssumme der Versicherung reduziert. In dem Moment ist sogar der Zinssatz egal, denn es geht darum, Geld zu sichern und der Person zukommen zu lassen, die ich auswähle. Und genau das kann ich mit Versicherungen erreichen. Natürlich berate ich sie gerne, wenn sie auf diese Weise Geld anlegen möchten!

Schenkungen sind auch eine Möglichkeit, doch 10 Jahre lang können Schenkungen angegriffen werden. Von daher sind in meinen Augen Versicherungen die bessere Wahl. Schenkungen zu Lebzeiten sind sicher in gewissem Rahmen auch schön, denn sie bekommen noch die Freude der Beschenkten mit!

Doch wie setze ich Versicherungen dann sinnvoll ein. Man kann durch Versicherungen Vermögen erhöhen, wie z.B. durch RisikoLebensversicherungen, Kapitallebensversicherungen, Unfallversicherungen. Am besten sind sie als Testamentsverfasser sicher durch ein Duett aus einem Rechtsanwalt bzw. Notar und einer Versicherungsmaklerin beraten. Denn der Anwalt erstellt mit ihnen dann eine Aufstellung über das vorhandene Vermögen und kann ihnen dann genau sagen, in welcher Höhe Versicherungen gebraucht werden, um evtl. Pflichtteilsansprüche zu befriedigen oder auch in welcher Höhe Steuern anfallen werden und für diese Summen kann ich ihnen dann Versicherungsangebote erstellen und das Gesamtpaket sitzt. So gut informiert und beraten sichern sie ihrer Familie ein sorgenfreies Leben auch noch nach ihrem Tod.

Wenn sie möchten, empfehle ich ihnen gerne einen Rechtsanwalt bzw. einen Notar. Für solche Art Vorsorge ist eine Zusammenarbeit zwischen Anwalt/Notar und Versicherungsmakler für sie als Kunden wirklich sinnvoll. Der Anwalt/Notar berät den Kunden und danach schließen sie mit mir als Versicherungsmaklerin  die passenden Versicherungen ab.

Die rechtliche und finanzielle Absicherung gehören auf jeden Fall zusammen.